Stressfrei durch den Advent

Stressfrei durch den Advent: eine liebevoll-lustige Anleitung

Ich lade dich herzlich ein, diese Gedanken zu teilen.

Advent, Advent, das Nervenkostüm brennt? Nicht mit uns! Hier bekommst du einige Inspirationen, die dir die Adventszeit in Familie versüßen. Weniger Stress, ein bisschen Entschleunigung und Achtsamkeit und ganz wichtig: eine Prise Humor! Inklusive Druckvorlage mit wertvollen Affirmationen zum Hinter-die-Ohren-schreiben oder an die Wand kleben.

Wie kommst du stressfrei durch den Advent?

Hier kommt die ultimative Liste mit acht Inspirationen und fünf Affirmationen, die deinen Advent zu einer duftenden Funkeloase machen.
Als erstes streichen wir das Wort Stress. Weg damit. Auf geht’s:

Sei ein Kind!

Beam dich zurück in die Zeit, als du vielleicht 6 Jahre alt warst und fühl nach: Wie war die Adventszeit für dich? Was war das schönste, wärmste und kribbeligste für dich? Schlag dich auf die Seite deines Kindes und genieße aus der Sicht von unten, wie wundersam und knisterglitzrig die Tage sein können!Was? Deine Kindheit war nicht so schön? Dann kommt hier die gute Nachricht: Es ist nie zu spät für eine schöne Kindheit. Du kannst dir selbst den Nikolausstiefel füllen mit all dem, was dein früheres Ich entbehren musste. Du kannst dich innerlich einfach kräftig selbst umarmen, den alten Schmerz endlich mal mit einer Tränenflut nach draußen kehren und im Hier und Jetzt aufatmen, ein Räucherkerzchen anzünden und mit Punkt 2 weitermachen:

Singe!

Singe laut und lustig und schief und schräg und albern und fröhlich. Lasst uns froh und munter sein! Denk immer daran: Deine Stimme ist nicht dazu da, schön zu klingen (obwohl sie das sicher tut ♥), sondern sie soll Spaß machen. Seit ich Kinder habe, gab es nur sehr wenige Tage, an denen ich nicht gesungen und getanzt habe – am Anfang, um das Baby einzuschunkeln, und am Ende, um die schlechte Laune, die Pechsträhne, das beschissene Wetter, die olle Schwiegermutter oder die nicht vorhandene Nacht einfach weg zu musizieren. Singen und Tanzen nehmen Druck, lassen die Energie wieder fließen und pusten den verstaubten Kopf mal so richtig durch.Und wenn’s nur zwei Minuten sind: Gönn’s dir. Alleine. Mit den Kindern. Mit deiner Freundin. Egal. Hauptsache fließen lassen und kindliche Freiheit fühlen. ♥

Kopf aus, Herz an!

Du bist ein Kopfmensch? Grübelst viel, planst gerne, möglichst noch mit einem Hang zum Perfektionismus? Schluss damit! Im Advent hat die Birne Pause. Nutzen wir lieber das düstere Schmuddelwetter und die kurzen Tage dafür, den Blick von außen wegzunehmen und uns stattdessen nach innen zu wenden: Achtsamkeit. Geht kikileicht: Auf dem Weg zum Supermarkt? Achtsam jeden Schritt spüren, tief atmen, Temperatur wahrnehmen.Geschrei beim Abholen von der Kita? Fünf Sekunden Augen schließen, Luft holen, Hitze, Scham und Stress aufsteigen spüren, kurz innehalten, die negativen Gefühle ziehen lassen. Augen wieder auf, weiter im Chaos. Nur leichter. ♥ Schau immer wieder im Alltag tief in dich hinein: Wie fühlt sich dein Körper an? Wo gibt es Druck, wo sitzt ein Kloß? Wo hast du Spannung? Wo ist es warm? Wo taub? Wie fühlst du dich? Nimm die Empfindungen achtsam wahr und staune, was diese Miniübung mit dir macht. Sowohl in entspannten, glücklichen Augenblicken als auch in Situationen voller Streit, Lärm und Hektik. Fünf Sekunden hast du immer.Und der Effekt ist Balsam für die Seele. Einzige Bedingung: nicht bewerten. Denn siehe oben: Der Kopf hat Sendepause. (Nichts gegen deinen hübschen Kopf, mit Verlaub. ♥)

Bewusstes Genießen!

Genieße so oft, so viel und alles, was du kriegen kannst, ganz bewusst. Erfreue dich an der geschmückten Stadt voller Lichterglanz. Nimm dir (siehe oben) ein Beispiel an einem Zweijährigen, das staunt, wie schön es sich in der Weihnachtsbaumkugel spiegelt.Trübselige Finsternis? Wie wäre es stattdessen, die dunklen Tage als geheimnisvolle Dezembergeborgenheit zu interpretieren? Bietet sich vortrefflich dazu an, das Kuscheln zur höchsten Priorität zu machen. Nutze jede Gelegenheit für eine Streichelei und atme jede Umarmung tief ein. Lass den Lichterglanz deine Augen streicheln und schnuppere dem Weihrauch und Mandarinenduft hinterher.Und da wir gerade bei Genuss sind: Tu mir den Gefallen und scheiß auf die Pfunde. Der Dezember ist Cheat-Monat. Her mit Keksteig, Nüssen und Schoki. Schlechtes Gewissen aus! Denn im Advent hat die Seele Vorrang, nicht die Waage. (Pack die in die Abstellkammer.)

Entschleunigen durch Mediendiät!

Lass das Fernsehen am Abend sein und lies stattdessen ein gutes Buch. (In meiner Bücherliste gibt es vielleicht eine Inspiration? Da kannst du dir direkt mal SELBST ein Geschenk machen, statt sie immer nur für andere zu kaufen.) Du liest ungern? Dann versuch dich doch im Meditieren. Das ist Selbstfürsorge pur! Deinstalliere die Social-Media-Apps und schreib stattdessen Weihnachtskarten. Die gewonnene Zeit ohne Facebook, Instagram und Co wird ein Segen sein. (Alternativ: Selektiere radikal, wem du folgst/ wen du abonnierst.)Du wirst dadurch weniger Neid, Druck und Minderwertigkeit fühlen, dafür aber leichter und freier sein.Das Prinzip ist einfach: Bisschen Mediendiät hier, dafür mehr Kekse da.♥

Schau zurück!

Statt dir mit guten Vorsätzen für die Adventszeit (20mal Kekse backen, niemals schimpfen, rechtzeitig die Geschenke verpacken) und das neue Jahr kiloweise emotionalen Druck aufzuhalsen und damit den Stress von innen hochzuhalten, hab ich eine andere Idee:Du hast Mittagspause? Oder die Kinder schlafen abends endlich? Setz dich jetzt mit Winterpunsch und Kerze hin und schau zurück: Schreib dir eine Liste mit allen Herausforderungen und Rückschlägen, Misserfolgen und Trauerfällen des letzten Jahres. Wo hattest du Pech? Worüber warst du traurig, enttäuscht, verängstigt? Wenn die Liste fertig ist, schließ die Augen und schenke deinem jüngeren Ich, das all diese Tiefpunkte durchgestanden hat, warmes, echtes Mitgefühl, OHNE es zu verurteilen. Vergib dir von Herzen alle Fehler. Steh dir innerlich so zur Seite, wie du es in dem Moment gebraucht hättest. Lass Tränen fließen, atme bewusst. Genieße in Melancholie den Kerzenschein.Dann nimm dir ein neues Blatt: Schreib all deine Erfolge auf, auch die noch so kleinen! Dass du jeden Morgen aufgestanden bist, Brote geschmiert, Wäsche gemacht hast. Dass du jeden Tag dein Bestes gegeben hast. Dass du zwei Lockdowns überlebt hast. Dass du die Fenster geputzt und dem bescheuerten Nachbarn gegenüber trotzdem mal zugelächelt hast. Alles, was dir einfällt.Schreib alles auf, wofür du dankbar bist, was du schön findest und was dein Leben lebenswert macht. Dann schließe wieder die Augen und schenke deinem früheren und gegenwärtigen Ich ehrlichen Stolz, Bewunderung, Freundschaft und wenn möglich (bitte kein Druck) sogar Liebe. ♥

Mach dir deine Erwartungen bewusst und schraub sie runter!

Überleg dir in einem ruhigen Moment mal genau, was deine Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche für die Adventszeit und das Weihnachtsfest sind. Ehrlich! Wünschst du dir insgeheim, dass die Quälgeister endlich mal Frieden geben, dankbar sind und ausnahmsweise nicht streiten? Dass die Schwiegermutter gerecht ist? Dass dein Partner/ deine Partnerin zwar sagt, er/ sie schenke nichts, es dann aber doch tut?Gut. Dann hast du jetzt erst mal alles im Bewusstsein. Sehr hilfreich.Und jetzt sag dir ehrlich: ES KANN ANDERS kommen. Und nimm dir aktiv vor: Ich werde auf jede Anspannung, jeden Streit und jede Enttäuschung flexibel und gelassen reagieren.Der Advent ist auch ein Stück eures Alltags. Und der hat seine Ecken und Kanten. Und das ist okay. Ihr seid wertvoll. So oder so. ♥

Raus aus dem Hamsterrad!

Ab sofort trittst du bitte aus all diesen Wettbewerben aus:

  • Wer hat die meisten und schönsten Plätzchen gebacken?
  • Wer hat die nachhaltigste und stylischste Geschenkverpackung?
  • Wer sieht am schönsten aus?
  • Wer hat die bravsten Kinder?
  • Wer hat die niedlichsten Kinder?
  • Wem gelingt das beste Foto vom Weihnachtsbaum (beim entspannten Schmücken!!!) mit Kind und Katze?
  • Wer ist der/ die Beste, Reichste, Überragendste …. überhaupt?

Schluss. SCHLUSS. SCHLUSS! Ihr seid wertvoll. Ihr seid gut. Ihr habt diese bescheuerten Vergleiche NICHT nötig. ♥
Mehr Tipps für einen stressfreien Familienalltag findest du in meinem Artikel: Artgerechtes Familienleben – endlich weniger Stress.


Und zum Schluss eine Liste mit wertvollen Affirmationen zum Ausdrucken und an die meist frequentierte Tür in der Wohnung zu hängen: (wahlweise auch zum Verschenken an die beste Freundin)

Ich bin entspannt.

(Eltern haben den wichtigsten aller Jobs in dieser Gesellschaft – wer oder was hätte das Recht, dich in diesem Job zu stressen? Keine Sau!!)

Ich atme.

(Tiefe, bewusste Atemzüge, mehrmals täglich. Beim Einkaufen, während ihr euch morgens schulbereit macht, auf Arbeit, beim Ehestreit, in der Fußgängerzone. Atme die Düfte, die Kälte, den Lichterschein, die Dunkelheit, eine Umarmung, die Musik ein.)

Ich besinne mich.

(Ich respektiere meine Gefühle und Gedanken. Ich lasse mein ungehemmtes Lachen frei und die Tränen laufen. Ich verzichte auf Wertungen und nehme nur wahr. Ich bin nur für michund meine Kinder (und meinen Partner/ meine Partnerin) da. Ich schaue ohne Reue zurück. Ich schaue voller Zuversicht nach vorn.)

Ich bin leicht und frei.

(Ich lasse allen Druck los. Ich verabschiede mich von schlechtem Gewissen. Ich streiche einige Termine. Ich kehre dem Konsumkampf, soweit es geht, den Rücken. Ich teile die Verantwortung mit meinem Partner. Ich erlaube es mir, Fehler zu machen. Ich lasse die Energie fließen und übe mich in Vertrauen.)

Ich bin dankbar.

(Beispiele: Ich bin dankbar für mein warmes Zuhause, dafür, dass meine Kinder gesund sind, für mein gutes Essen, für den allgemeinen Wohlstand in Europa. Oder auch: Ich bin dankbar, dass ich ordentlich pupsen kann, Nasenspay in der Erkältungszeit habe und meine Lieblingssüßigkeit vor den Kindern sicher ist.)Hier gerne deine drei Lieblingsgedanken dazu eintragen:

Ich wünsche dir eine wunderschöne Adventszeit!

Deine Anne

PS: Leite den Beitrag doch gerne weiter, um Leichtigkeit und Frohsinn zu verbreiten. ♥

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Ich bin Anne, leidenschaftliche Schreiberin und immerfort lernende Mutter zweier Kinder. Süchtig nach anspruchsvollen Büchern und mit einer Schwäche für ausgezeichneten Schwarztee. Auf meinem Blog WELTFREMD setze ich mich seit 2019 für friedvoll-authentische Elternschaft ein und kläre über Entwicklungstrauma auf. ♥

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