Mütter unter sich

Warum es sinnlos ist, Kinder, Familien und Eltern zu vergleichen: Eine Geschichte

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Treffen sich Mama, Mami, Mutti und Supermom…

Mama putzt ihrem Kind problemlos die Zähne. Mami ist im Straßenverkehr vollkommen entspannt. Mutti dreht jedes Mal früh beim Loskommen durch – Stress, Hektik, Schimpfen, obwohl sie das gar nicht will. Supermom hat da „echt gute Ratschläge“: Man müsse in dem Fall nur so und so…

Klein-Lina ist voll entspannt. Ben ist total sportlich und flitzt über den Spielplatz. Carl ist mit 4 immer noch nicht trocken und fühlt sich deshalb schlecht – Pädagogin X und Großtante Y machen so gemeine Bemerkungen…

Papa spielt total gerne – albern sein kann er wirklich gut. Vati kocht mit Töchterchen ganz geduldig – Mensch, wie gut das duftet! Papi bekommt eine Depression diagnostiziert – er kann das Familienleben nicht genießen. Papsch aus der Fußballgruppe hat da reichlich „hilfreiche“ Sprüche parat…

Warum ist es absolut NULL zielführend, wenn wir unsere Familie, unsere Kinder und uns selbst vergleichen?

  1. Jeder hat mit anderen äußeren Umständen zu tun: finanziell, gesundheitlich, sozial, whatever.
  2. Jeder hat ein anderes inneres Stresssystem – auch in Abhängigkeit von der eigenen Vergangenheit.

Mama wurde mit Nabelschnur um den Hals geboren – und brüllt Ben an, warum er ihr beim Spielen das Tuch um den Hals gelegt hat. Mami fragt sich: Was geht bitte mit DER? So schlimm war das nicht!

Carl wurde mit 1,5 Jahren in der Krippe auf der Toilette vergessen und bekommt Beklemmungen, sobald er das Klo sieht.

Vati kann mit Gefühlsausbrüchen des Töchterchens nicht umgehen, wo sich Papi sagt: Das ist doch ganz leicht! Aber Vati wurde früher fürs Weinen hart bestraft.

Das sehr früh programmierte Stresssystem eines Menschen ist individuell. Was für einen leicht ist, ist für den anderen eine Katastrophe. Nützen da Schubladen, Kategorien oder Tipps IRGENDWAS? Problematisches Verhalten/ein Symptom sind in dem Moment eine LÖSUNG für eine irre innere Not.

Wenn dich eine Situation überfordert, die andere spielend lösen, dann bist nicht DU falsch, sondern deine Reaktion funktioniert aus einem sehr alten inneren Programm heraus. Und exakt diese Reaktion war mal irgendwann eine normale, schlüssige Antwort auf ungünstige Umstände.

No matter what: Du bist richtig.

Herzensgrüße

Deine Anne

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Ich bin Anne, leidenschaftliche Schreiberin und immerfort lernende Mutter zweier Kinder. Süchtig nach anspruchsvollen Büchern und mit einer Schwäche für ausgezeichneten Schwarztee. Auf meinem Blog WELTFREMD setze ich mich seit 2019 für friedvoll-authentische Elternschaft ein und kläre über Entwicklungstrauma auf. ♥

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