Buchempfehlungen für Mütter Lesetipps

Empfehlungen

Meine Top-Buchempfehlungen für dich

Ich wäre nicht der Mensch, der ich bin, ohne die Bücher, die ich seit 2016 gelesen habe.

Da war ich nämlich zum ersten Mal schwanger und lag vor Übelkeit ein halbes Jahr flach.

Neben grausamen Kriminaldokus habe ich mir vor allem eines reingezogen (weil Essen nicht drin blieb): Fachbücher.

Von denen ist mir fast alles drinnen geblieben. Und zwar im Hirn. Und noch mehr im Herzen.

Das hier sind meine wärmsten Buchempfehlungen für Eltern und solche, die es werden wollen [Anmerkung: Ich aktualisiere diese Liste regelmäßig.]:

♥ Los geht’s mit einem Standardwerk für Eltern von der grandiosen Psychotherapeutin Philippa Perry: Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen (und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast)*.

Der Name ist Programm: Für die Selbstreflexion eines jeden Elternteils unerlässlich. Hier erfährst du, warum du bist, wie du bist. Verständlich, klar, knapp, unbestechlich logisch, herzerwärmend empathisch und das Gegenteil eines klassischen Erziehungsratgebers. Auf Manipulation und Tricks steht Frau Perry nämlich ganz und gar nicht. Stattdessen setzt sie bei den zwischenmenschlichen Beziehungen an.

Du willst vermeiden, dass du deinem Kind ungewollt und unbewusst seelische Schmerzen zufügst? Dann lies es.

♥ Mein absolutes Liebslingsbuch ist Inga Erchovas Jede Mutter kann glücklich sein*. Der Blick auf das Mutterwerden, die Geburt, das Wochenbett und die psychischen Verflechtungen innerhalb einer Familie haben mich gefesselt und mir zwei schwere Wochen beschert, in denen ich die Wahrheiten darin verdauen und integrieren musste. Aber letzlich hat es mir geholfen, ein glücklicherer Mensch zu werden, und die Beziehung zu meinen Kindern zu vertiefen. Ich danke der Autorin. Bitte nur lesen, wenn du bereit bist, dich ehrlich mit dir selbst auseinanderzusetzen.

♥ Besonders für Eltern, die im Alltag spüren, wie sie an ihre psychischen Grenzen stoßen, kann das Buch der wunderbaren Dami Charf ein Anker sein: Auch alte Wunden können heilen. Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können*. Sie ist Expertin für Entwicklungstraumata, von denen nach ihrer Definition wir alle betroffen sind. Sehr zu empfehlen für alle, die an den Erfolgschancen klassischer Psychotherapie zweifeln und trotzdem Wege suchen, ein glückliches Leben zu führen. Die Lektüre dieses Buches lässt nicht nur Mütter emotional wachsen. Indirekt wird deine ganze Familie profitieren. Mama gut, alles gut.

♥ Das Buch, mit dem meine Reise zur Idee einer neuen Erziehung begann, war Jesper Juuls Leitwölfe sein. Liebevolle Führung in der Familie*. Wie wundervoll, dass ich damals auf diesen Titel gestoßen bin! Wer konkrete Tipps und Ratschläge erhofft, wird sicher enttäuscht sein. Wer allerdings bereit ist, seine eigene Erziehung kritisch zu hinterfragen und sich ganz neu mit Führung in der Familie auseinandersetzen will, ist hier goldrichtig. Mit seiner direkten und knappen Art lädt Jesper uns ein, alte Gedankenschranken zu sprengen und einen unverstellten Blick auf Menschen, Kinder, Beziehungen und Partnerschaft zu werfen. Ein philosophisches Buch zur Selbstreflexion.

♥ Wenn du lieber erst schauen magst, ob Jesper Juul überhaupt etwas für dich ist oder wenn du ein Buch suchst, dass seine Hauptthesen kurz und knackig zusammenfasst, empfehle ich gerne Die kompetente Familie. Neue Wege in der Erziehung*. Das ist eine schöne Juul-Einstiegsdroge. Von Gleichwürdigkeit, das Essen, über Aggression, Führung, Pubertät bis hin zu Scheidungssituationen – fast alle Familienaspekte werden knapp und hilfreich aufgegriffen. Gerade wenn du eher wenig Zeit zum Lesen hast: wärmste Empfehlung.

♥ Aller guten Juuls sind drei: Seine Essenz, seine zentrale Philosophie, seinen Geist hat er in Vier Werte, die Kinder ein Leben lang tragen* verewigt. Eines seiner schönsten Bücher.

♥ Das Praxisbuch zu den Leitwölfen von Juul hat der Familylab-Deutschland-Gründer Mathias Völchert geschrieben: Liebevolle elterliche Führung*. Eines meiner Lieblingsbücher, die den Umgang mit meinen Kindern (und meinem Mann) glücklicherweise stark beeinflusst hat. Ich kann diesem Mann nur danken. Seine klug gewählten Beispiele, die tollen Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels, die unfassbar warmherzigen und menschenfreundlichen Tipps waren und sind Gold wert für mein Leben und das meiner Kinder. Lest es und kauft es hundertmal – schenkt es allen euren Freunden! 🙂

♥ Apropos schenken: Ein schönes Geschenk zur Schwangerschaft (auch kurzerhand an dich selbst) ist Julia Dibberns Klassiker Verwöhn dein Baby nach Herzenslust*. Wie dieses Buch das Herz erfrischt, wie es einen bestärkt, wie es die Vorfreude schürt! Einfach herrlich. Die schönste Lektüre für den Mutterschutz. Naja gut. Die zweitschönste. Die schönste ist der Roman von Ildiko von Kürthy Unter meinem Herzen*. Love love love!!!

♥ Und da wir gerade beim Schenken sind: Was ich auch sehr gerne zur Geburt verschenke, ist Oje, ich wachse!* Von Hetty van de Rijt und Frans X Plooij. Standardwerk über die neuronale Entwicklung deines Babys. Gut, dass dieses Wissen mittlerweile in das allgemeine Elternbewusstsein übergeht. Unbezahlbare Tipps und Hinweise – die dir in den vielen, langen, mitunter quälenden Entwicklungsschüben mit Baby das Leben erleichtern. Vertrau mir, du wirst alle paar Wochen dankbar sein, dass du es gekauft hast – nämlich immer dann, wenn dein Baby mal wieder Kopf steht.

♥ Was dir ebenfalls den Allerwertesten retten kann, ist das unglaublich hilfreiche Buch von Stephan H. Nolte Alles halb so schlimm. Die häufigsten Fragen an den Kinderarzt und überraschend einfache Antworten*. Nicht nur, aber gerade für Erstlingseltern kann dieser Ratgeber in einer scheinbaren Schreckensstunde die Erleichterung sein – neigen wir nicht alle manchmal zum Hypochondern? Dieses Buch nimmt der Überängstlichkeit den Wind aus den Segeln, gibt Halt und viele tolle Tipps eines erfahrenen Kinderarztes gegen allerlei Kinderkrankheiten.

Frag nicht mehr Google. Frag Dr. Nolte. Lass dieses Buch immer griffbereit auf dem Küchenschrank liegen.

♥ Jetzt kommen zwei grenzgeniale Bücher. Sie haben einigen meiner Freunde schon die Beziehung zu den eigenen Kindern, Eltern und Großeltern gerettet – nicht weil sie großartig ihr Leben und ihre Erziehung geändert hätten. Einfach weil sie durch das Lesen dieses Buches so reiche und weitgreifende Erkenntnisse gewonnen haben.

Danielle Graf und Katja Seide haben mit Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn schon zahllosen Familien das Leben verschönert, verbessert und vereinfacht. Der entspannte Weg durch Trotzphasen* war zu Recht ihr erster Bestseller. Aber auch das zweite Buch Gelassen durch die Jahre 5 bis 10* kann ich dir von Herzen empfehlen.

♥ Und hier noch eine ganz fabelhafte Frau: Nicola Schmidt. Sie ist Bloggerin, Erziehungsexpertin und Bestsellerautorin. Ihr Buch Erziehen ohne Schimpfen. Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung* stellt alle ähnlichen Publikationen um Längen in den Schatten. Wie lebensnah, echt und praxistauglich kann bitte ein Buch sein? Kauf es, lies es hundertmal, rahm es dir ein, verschenk es, leg es unters Kopfkissen, was weiß ich. Nur sauge es auf und fühl dich nachher tausendmal besser. Deine Kinder werden sich übrigens auch tausendmal besser fühlen. Tschüss Anklagen, Vorwürfe und spießige Erziehungstipps! Ein Buch für Mamas mit Herz.

Erziehen ohne Schimpfen

♥ Ach komm. Die Nicola Schmidt ist dermaßen toll, da empfehle ich doch gleich noch ein bisschen weiter: Geschwister als Team. Ideen für eine starke Familie* ist – wie im Titel inbegriffen – einfach stark. Pflichtlektüre für Mehrfacheltern und solche, die es werden (wollen). Auch Artgerecht. Das andere Babybuch* ist eines meiner liebsten zum verschenken.

Nicola Schmidt kämpft für ein artgerechtes Menschenleben für Kinder auf eine herzenswarme und liebevolle Weise – ich danke dieser Frau für ihren Einsatz. Sie macht die Welt ein Stückchen besser.

♥ Für eine schöne Vorbereitung auf die Stillzeit und auch zum Nachschlagen währenddessen: Hannah Lothrop – Das Stillbuch*. Ein wundervolles Standardwerk.

♥ Hier kommt das beste „Therapiebuch“, das ich kenne: Stefanie Stahls Das Kind in dir muss Heimat finden*. Es ist leicht verständlich, die Übungen darin sind sowas von hilfreich, der Aufbau absolut schlüssig. Du kannst es nicht lesen, ohne um anderthalb Meter emotionale Stabilität zu wachsen. Du wirst dich selbst und die Dynamik deiner (Ursprungs-)Familie sehr viel besser kennenlernen. Für alle, die als reflektiert gelten wollen, ein absolutes Muss.

♥ Was das Leben als Mutter (oder Mensch im Allgemeinen) massiv verändert – im positiven Sinne – ist Meditation. Ich empfehle dazu gerne die Queen der modernen Spiritualität Laura Seiler mit Mögest du glücklich sein*. Ein Buch, das nicht nur das Leben von Eltern nachhaltig verschönern kann. Geh deinen Weg und erschaffe dir das Leben, das du dir wünschst.

(Warnung: Für Menschen mit psychischen Problemen mit Vorsicht zu genießen. Der Spirit in Richtung „Vergebung“ und „Verantwortung“ kann aus Sicht der erfahrenen Körperpsychotherapeutin Dami Charf, s.o., schädlich sein. [Vgl. Charf 2018, S. 132] Bücher können nicht alle Probleme lösen. Wenn es das ist, was du brauchst, dann gönne dir eine gute Therapie.)

♥ Okay, jetzt schlagen wir mal eine ganz andere Richtung ein: Wenn du die ganzen Ratgeber über Babykost, Schwangerschaftsernährung, Kleinkindkochen und was weiß ich alles sparen willst, lies das aufrüttelnde Buch von Hans-Ulrich Grimm: Gummizoo macht Kinder froh. Kinderernährung – was gut ist und was schädlich*. Was bin ich froh, dass ich es gelesen habe! Es wird dich zum Teil schockieren und auch weit verbreitete Binsenweisheiten sprengen. Du glaubst, du weißt, was gesund für dein Kind ist? Mach dich bereit für die Glaubenssatzabrissbirne. Lies es und dein Kind bleibt gesund, intelligent und stark.

♥ Für Eltern mit autonomen, gefühlsstarken, selbstbestimmten, überdurchschnittlich wilden Kindern empfehle ich neben dem letzten Buch von Jesper Juul Dein selbstbestimmtes Kind* eher das ausführliche, warmherzige Buch von Nora Imlau: So viel Freude, so viel Wut*. Was beide Bücher gemein haben: Sie nehmen Druck, sie schaffen Verständnis, sie stärken Eltern und Kinder. Mehr Praxistipps und ausführlichere Hinweise gibt’s allerdings bei Nora Imlau.

♥ Wenn du Erziehung kritisch hinterfragst, landest du natürlich als erstes bei deiner eigenen Geschichte und als nächstes bei den gesellschaftlichen und historischen Aspekten. Wenn du in Sachen Reflexion noch eine Schippe drauflegen willst, empfehle ich, auch mal die Rolle von Geschlechterklischees anzutasten. Das Buch von Almut Schnerring und Sascha Verlan gibt dazu großartige Impulse, liefert grandiose wissenschaftliche Belege und sorgt für eine weniger belastete Kindheit: Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees*. (Das letzte Kapitel hat mir die Lektüre zwar etwas vermiest, weil ich es inhaltlich mehr als albern finde, aber hinter dem ganzen Rest steh ich voll und ganz. Deshalb trotzdem klare Leseempfehlung.)

♥ Eine superausführliches Buch über bedingungslose Liebe hat Alfie Kohn geschrieben. Er ist einer der Vorreiter der beziehungsorientierten Elternschaft. Sein Buch Liebe und Eigenständigkeit. Die Kunst bedingungsloser Elternschaft jenseits von Belohnung und Bestrafung* macht so einigen Ammenmärchen und Glaubenssätzen den Garaus – und zwar bildhaft mit vielen einleuchtenden und überzeugenden Studienergebnissen.

♥ Auch ein Herzensfavorit von mir ist Thomas Harms‚ rettendes Buch Keine Angst vor Babytränen. Wie Sie durch Achtsamkeit das Weinen Ihres Babys sicher begleiten*. Sowohl für Eltern mit Schreikindern als auch für Eltern, die emotional in Notlagen geraten, wenn ihr Baby anfängt zu weinen, ist dieser Titel eine wohltuende und hilfreiche Lektüre. Wenn du damals als Baby alleine schreien gelassen wurdest, trägst du das als Narbe in deiner Seele mit dir herum – bis dein eigenes Baby dich mit seinem Weinen triggert. Dieses Buch sollte auf jeder Geburtsstation verteilt werden. Heilsam für Babys und Eltern gleichermaßen.

♥ Wer in dieser Liste natürlich nicht fehlen darf, ist Herbert-Renz-Polster. Sein Buch Kinder verstehen. Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt* räumt mit allerlei falschem Ammenwissen auf und gibt Eltern mit wissenschaftlichen Argumenten genügend Selbstbewusstsein an die Hand, um ihre Kinder mit reichlich Gelassenheit zu begleiten. Bei vielen seiner Interpretionen bin ich zwar nicht seiner Meinung. Aber es lebe die Vielfalt – du bist klug und wirst deinen eigenen Weg finden.

♥ Von Herzen empfehle ich auch Gerald Hüther, den berühmtesten und herzigsten Hirnforscher Deutschlands. Mit Jedes Kind ist hochbegabt* hat er eine Liebeserklärung an die Vielfalt aller Kinder dieser Welt geschrieben. Schau dir unbedingt auch seine Vorträge und Interviews bei YouTube an. Verständlicher als er kann keiner moderne Hirnforschung erklären.

♥ Okay, jetzt kommt zugegeben ein bisschen emotionale Erpressung. Aber glaube mir: zu Recht! Also: Wenn du dein Kind vor sexuellem Missbrauch schützen möchtest, lies dieses unglaublich feinfühlige, ehrliche und hilfreiche Buch von Carmen Kerger-Ladleif Kinder beschützen! Sexueller Missbrauch – Eine Orientierung für Mütter und Väter*. Danke dieser Frau. Ihr Buch bewahrt und heilt so viele Kinderseelen vor/ von sexueller Traumatisierung.

♥ Zuletzt noch ein intellektueller Hochkaräter (der liest sich nur mit Konzentration und wachem Geist), der deine Selbstreflexion in Puncto Aufarbeitung auf das nächste Level hebt. Und auch deine Menschenkenntnis. Und deine persönliche Authentizität. Hans-Joachim Maaz‚ Buch Der Lilith-Komplex. Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit* wirft einen unglaublichen Blick auf dich als Kind und dich als Mutter. Aber Achtung: Er triggert massiv. Man liebt ihn oder man hasst ihn.

Ich könnte diese Liste unendlich erweitern, aber ich straffe mich jetzt einfach und beende das Ganze. Es gibt so tolle Autoren, die so viele kluge, warme und rettende Zeilen geschrieben haben. Ich danke ihnen allen, dass sie mich beeinflusst und gebildet haben.

Lass auch du dich berühren und weiterbilden. Es wird sich für dein ganzes weiteres Leben lohnen. Und selbstverständlich für das deines Kindes.

Liebe Grüße

Anne

PS: Teilen ist gut fürs Karma, wie du weißt. Also schick die Liste doch gerne anderen wissbegierigen Eltern und Großeltern weiter. Bildung macht unsere Welt besser!

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Ich bin Anne, leidenschaftliche Onlinejournalistin und immerfort lernende Mutter zweier Kleinkinder. Süchtig nach anspruchsvollen Büchern und mit einer Schwäche für ausgezeichneten Schwarztee. Auf meinem Blog WELTFREMD setze ich mich für mehr Mütterlichkeit und eine wärmere Gesellschaft ein. ♥

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